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Die kleine Mono-Skischule

Lift fahren

Was gibt es schon über das Liftfahren zu sagen? Alle müssen es tun, wenn sie nicht gerade nach oben laufen wollen, jeder weiß doch wie das geht.
Aber haben wir schon einmal über "Nettikette" gesprochen - der Höflichkeit am Lift?

Ist der Einstieg und Ausstieg in Sessellifte wirklich so einfach, wie "wir, die schon ewig fahren" immer denken? Gibt es da für Monoisten keine Besonderheiten?

Und - oh jeh - Ankerlift - nee, den fahr' ich nich' - Fahrtipps - die gibt es hier.

 

Gondel - Tipps

Der Einstieg in ein Skigebiet gelingt, zumindest in Europa, in den meisten Fällen mit der Fahrt in einer Gondel. Hohe Passagier/Stundenzahlen, große Strecken und starke Gefälle, die überbrückt werden können und weitere Faktoren sprechen hier für sich.

 

Das Warten

Die Fahrt in Gondeln unterscheidet sich beim Monoski natürlich nicht wirklich von der eines Doppellattenfahrers. Anstellen müssen wir uns alle in der Schlange und drängeln sollten gerade wir, die sowieso auffallen tunlichst unterlassen. Vielleicht ist es hier die passende Gelegenheit zu zeigen, daß wir etwas besonderes (manche sprechen gerne von "etwas besseres") sind: Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, auch einmal der Verzicht auf den Platz bei großem Gedränge, immer aber ein nettes Wort nähren hier unser Image. Schnell kommt man auch ins Gespräch, wenn wieder einmal die Frage auftaucht "was ist denn das für ein seltsames Snowboard?"

Ich persönlich lasse den Skihelm gerne auf dem Kopf, wenn ich in der Warteschlange stehe. Und die vielen Schläge mit der Kante eines anderen Ski oder Snowboard zeugen vom Sinn der Sache. Es muß ja nicht unbedingt Absicht sein, aber schon häufig sind mir die Laten der anderen um die Ohren gehauen worden. Und wer kennt diese Situation nicht, wenn die Scharfe Kante am kalten Ohr Schmerzen verursacht und man gereizt "Pass doch auf!" ruft.
Mit Helm bin ich wenigstens hiervor geshützt.

Die Stöcke sollten mit dem Ski in die gleiche Hand genommen werden, so hat man die andere Hand immer komplett frei um z.B. jemand anderem zu helfen.

 

Große Gondeln

Beim Einstieg in die großen Gondeln mit 20 und mehr Fahrgästen sollten wir auf sicheren Stand für uns und unser Fahrgerät achten. Auch hier: keine Hektik, die Gondel fährt nicht schneller, nur weil wir das so wollen.
Und beim Ausstieg das Gleiche noch einmal: keine Hektik, wir kommen alle raus.

 

Kleine Gondeln, Sixpacks o.ä.

Hat man sich an die EInstiegstelle vorbereitet empfehle ich, nicht als Erster in die Gondel einzusteigen, denn am Ausstieg ist man dann der letzte und das kann ganz schön knapp werden, wenn man eine Schnarchbacke vor sich hat.

Die meisten Gondeln haben Halter an der Außenseite der Türen, in welche die Bretter eingesteckt werden können. Wir müssen dabei den Monoski in die Halterungen für Snowboards stecken. Bitte darauf achten, daß der Monoski bis zum Anschlag eingesteckt ist, dann braucht man auch keine Angst zu haben, daß er während der Fahrt raus kippt. Die Lifte sind da gut geprüft worden.

Bei starkem Wind oder wenn kein Platz mehr in den Halterungen ist, bzw. diese zu eng für unsere Monoski sind, muß man den Monoski mit in die Gondel nehmen. Dabei wird über die Spitze ein "Verhüterli", eine Tasche aus Kunststofffolie gezogen. Diese schützt nicht etwa das Brett, sondern die Fenster vor Verkratzen und die Gesichter vor Verletzungen. Dennoch: während der Fahrt Monoski gut festhalten oder sicher lagern.

 

Während der Fahrt

Da der Transport in den geschlossenen Kabinen nicht so kalt ist empfehle ich, diese Gelgenheit zu nutzen, um auch mal die Handschuhe auszuziehen, die Jacke zu öffnen, den Schal zu lockern etc., um etwas auszudunsten. Je trockener wir danach wieder in die Kälte gehen um so angenehmer ist die Abfahrt.

Die Gelegenheit bietet auch genug Zeit um etwas zu trinken oder den Energieriegel zu verspeisen, Nase zu putzen, die Brille zu reinigen, den Sonnenschutz aufzufrischenund vieles Andere. Sicher hilft der Partner, wenn man mal alle Hände voll hat und noch eine dritte Hand bräuchte.

 

Nach dem Aussteigen

Noch einmal: keine Hektik. Wir brauchen etwas Zeit, um uns an den festen Boden zu gewöhnen.
Drückt die Blase? Haben wir immer noch Durst? Ein kleiner Snack in der Hütte oder doch noch einmal aufwärmen? Hier ist Gelegenheit.

Bitte nicht gleich hinter der Treppe den Monoski fallen lassen, sondern gerne mal 20 meter laufen, Platz für die anderen machen, an der Seite der Piste vorbereiten. Auch das macht uns zu dem "etwas besseren Skifahrer".

Dann natürlich die Vorbereitung zur Abfahrt:
Schuhe schließen, Ferse auf Fahrtstellung bringen. Jacke zu, Schal, Brille, Helmverschluss.
Handschuhe, Stöcke mit Schlaufe fassen, in die Bindung steigen.

 

Haben wir da nicht etwas vergessen?

Aufwärmen! Klingt albern, aber ich selbst weiß nach einem schweren Unfall, daß mir nur die gute Aufwärmphase den Bänderriss, Muskelfaserriss etc. erspart hat, denn mein Unfall war nicht etwa auf der Abfahrt, sondern keine 50 meter vom Lift entfernt.....

Mal ehrlich, kein Profi würde unaufgewärmt aus dem Lift steigen und sofort in die Piste einsteigen - und die Jungs und Mädelst halten mehr aus als wir.

Also für mich ist Aufwärmen nicht albern, sondern vorbildlich.


Schlepplift? Kein Problem

Dieses kleine Tutorial über das Ankerliftfahren kann man sich auch in Groß ansehen. DIe englische Version findet man hier bei YouTube.

Für viele MonoskifahrerInnen stellt der Ankerlift auch nach einigen Jahren Pistenerfahrung immer wieder ein Hindernis, zumindest aber ein "Herzklopfen" dar. Das ist der Grund, warum viele lieber auf Sessellifte oder Gondeln ausweichen.
Doch einmal anderrum betrachtet sind die Ankerlifte die beste Lösung für alle Leute mit Höhenangst....

Für Anfänger auf dem Monoski bleibt aber meist nichts anderes übrig, als die ersten leichten Abfahrten mit einem Ankerlift zu erklimmen, da diese oft nicht so lange sind (und nicht auf schwierigen Pisten), wie z.B. Sessellifte.

Mit diesem kleinen Schulungsvideo zeigen wir, daß es nicht wirklich schwer ist mit einem Mono auf den Ankerlift zu fahren.

 

In der Schlange

Monoski am Fuß lassen. Es ist Geschmacksache, ob man einen Fuß aus der Bindung nimmt, oder mit beiden fest drin bleibt.
Nimmt man einen aus der Bindung, so kann man sich siche etwas leichter in der Schlange nach vorne bewegen, aber ich persönlich finde es unangenehm, wenn man dann auf die Skier der anderen tritt oder beim Schritt nach vorne nicht einfach nach vorne rutschen kann, sondern sich einen Fleck suchen muß, auf den man sich hinstellen kann. Außerdem ist diese Ungleichverteilung an den Füßen für mich unangenehm.
Andere hingegen bevorzugen das "einbeinige Anstellen" gerade aus diesen Gründen. - Geschmacksache eben.

Das Schild "bitte Paarweise anstellen" hat seine Berechtigung. Es ist nichts nerviger, als zu sehen, wie einer alleine in den Anker einsteigt und direkt danach noch einer alleine - nur weil sich die zwei nicht kennen und deswegen alleine fahren wollen.
Bitte auch mit Unbekannten zusammen fahren. Das gibt genug Möglichkeit, den Interessierten unseren Sport näher zu bringen.
Und es macht nichts, ob man Anfänger ist und sich ggf. blamieren könnte - nur wer sich souverän verhält wird auch souverän eingeschätzt. Traut euch!

Der Partner kann dabei ein Doppellattenfahrer sein, oder ein anderer Monoist. Das macht keinen Unterschied.
Schlecht ist es, wenn man mit einem Snowboarder in den Lift steigen soll. Dies sollten sich nur geübte Ankerliftfahrer trauen. Zur Not lieber doch beide einzeln fahren.
Der Grund liegt darin, daß in jeder Ankerliftspur Wellen und Kurven sind. Diese gleicht ein Snowboarder aber genau gegensätzlich zu einem Monoskifahrer aus. Bei Doppellattenfahrern fällt das nciht so auf, denn die können auch mal auf den anderen Ski umsteigen, wenn sich einer dem Snowboarder nähert.
Ein Monoski aber würde sehr bald auf das Snowboard auftreffen - Kante auf Kante. Einer fährt über den anderen und beide liegen im Schnee.....

Zur Vorbereitung sollte man nun schon einen Stock von der Hand lösen (also aus der Schlaufe raus), damit es beim Einstieg schneller geht.

 

Der Einstieg

Wie mit einem normalen Ski in die Spur fahren. Hierbei die Stöcke zu Hilfe nehmen, mit dem Partner absprechen, erfahrene Monoisten sollten den längeren Weg nehmen (im Video ist das der Herr), oder die schierigere Seite. Der Ausstieg spielt bei der Seitenwahl keine Rolle.

Hinstellen, sicheren Stand abwarten, ggf. auch mal einen Bügel oder mehr durchlassen - das macht nichts, die Leute hintern dran denken sowieso, daß es unheimlich schwer sei mit einem Mono zu fahren.

Und ehrlich: lieber gut eingestiegen, als durch schlechten Einstieg nachher aus der Spur zu fallen, oder?

Nun den zweiten Stock auch in die Außenhand geben. Ggf. kann man sich immer noch mit dem Stock abstützen.

Zum Anker umdrehen - und zwar durch die Mitte (siehe Video). Den Anker anschauen und ggf. zu weit heranführen. Fährt man mit einem erfahrenem Partner kann dieser das auch alleine machen.

Nicht auf den Anker setzen, sondern ganz entspannt stehen bleiben. Alles Andere macht der Lift von alleine.

Tipp: die äußere Hand mit den Stöcken seitlich wegstrecken, als wolle man wie ein Flugzeug fliegen. Das hilf unglaublich viel bei der Balance, verhindert, daß man sich an den Anker klammertund sorgt für die richtige Körperhaltung: aufrecht!

Manche Ankerlifte, vor allem die etwas älteren sind "bissig" fahren also mit einem Ruck ganz plötzlich an. Also nicht erschrecken, keine Angst, das haut keinen Raus.

 

Während der Fahrt

Aufrecht stehen und weit nach vorne schauen - NICHT auf den Boden oder den Ski achten. Bemerkt man, wie man verkrampft, zusammensackt, oder zittrig wird hilft der Blick nach vorne oben! Aufrichten, in die Ferne schauen, nicht auf die Skispitzen. (Das ist wie beim Autofahren: wenn man gut fahren möchte schaut man ja auch nicht auf die Kühlerhaube, sondern weit nach vorne, was da vor uns im Straßenverkehr ab geht. - Oder beim Fahren auf der Piste selbst: wo schaut man hin? Auf die SKispitze oder zu der Stelle, an der der nächste / übernächste Schwung sein soll?)

Wenn die Liftspur seitlich abrutscht gilt auch hier, wie auf dem Ziehweg: Balance durch Entlasten. sozusagen den Tal-Fuß hochheben, nicht den Berg-Fuß nach untern drücken. Auch hier: aufrecht stehen, nach vorne schauen. Ruhe bewahren.

Kommt man aus der Spur seitlich raus - ja, ich weiß, das ist verboten - macht nix, der Lift zieht gleich wieder in die Spur.

 

Bei einem Sturz

Raus aus dem Lift, Anker loswerden!

Es gibt keine höhere Priorität, als den Anker loszuwerden!

Es gibt keine Chance, wieder in den Lift zu gelangen, sich hochziehen zu lassen oder an dem Anker hängend nach oben zu kommen. Vergiss es! Raus!
Die Kraft hat keiner, die Ausdauer gibt es nicht. Im Gegenteil: es kann ziemlich schmerzhaft werden.

Keine Angst vor dem Abrutschen, keine Angst vor einer "Blamage", keine Sorge um z.B. den Rucksack, der noch am Anker hängt, keine Angst, daß die nachfolgenden über einen drüber fahren würden oder selbst raus fallen - hier gibt es nur eine (egoistische) Priorität: weg vom Anker!

Sollte man mitgeschleift werden, so alle Kräfte mobilisieren, um sich vom Anker zu trennen. Ein Rucksack, der sich verheddert hat abstreifen.

 

 

Technischer Hinweis zum Video: zum betrachten benötigt man den aktuellen Flash-Player ab Version 8 (kostenlos bei Adobe zum Download.)
Für die Qualität bitten wir um Entschuldigung, die Aufnahmen stammen alle aus einem Digi-Foto, der auf Video-Funktion gestellt ist. Aber zumindest zeigen wir, was euch in den nächsten Lektionen erwartet, wenn wir das in HDTV drehen.....


Mono-Ski.org - deutschsprachige europäische Monoski Organisation und Verband.
Email: info@mono-ski.org

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