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Die kleine Mono-Skischule

Allgemeines / Grundlagen

Wer Skifahren kann und auf einen Mono-Ski umsteigen möchte, oder dies einfach einmal ausprobieren will, der sollte keine allzu große Schwierigkeit haben. Allerdings sollte man vorher einige Tipps erfahren.

Hier haben wir wissenswertes für die ersten "Schritte" auf einem Mono-Ski zusammengestellt:



Grundsätzliches

Ausgesprochen hilfreich ist, wenn klassisches Parallelfahren mit ordentlicher Schultergegendrehung (zur Vermeidung von Übersteuerung) und Vorlage (um die Richtungsgebung der Beine durch die Schaufel umsetzen zu können) sitzen.
Nun sollte sich jeder Anfänger eine Monoski-Grundregel beherzigen: auf dem Monoski bleiben die Knie zusammen, in jeder Situation - in JEDER, bis hin zum Sturz! Denn das anfangs reflexartige Öffnen der Knie bringt nix, außer dem Verlust der Manövrierbarkeit des Skis! Zudem werden die Bindungen durch diese entgegenwirkenden Hebelkräfte mit der Zeit aus dem Ski gestemmt.



Anschnallen des Monoski

Wie beim "normalen" Skifahren geschieht dies ganz einfach und am besten bei flachem Gelände. Dennoch sollte die Strecke zum Lift nicht zu weit sein, denn den bekannten Skatingschritt können wir leider nicht machen.



Aufwärmen vor der Abfahrt

Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß man sich vor der Abfahrt aufwärmen solle. Ich weiß, daß den meisten Skifahrern und Snowboardern das zu viel und zu albern ist. Aber ich möchte schildern, wie man Aufwärmen und "Öffentlichkeitsarbeit" verbinden kann: ganz einfach in dem man es trotzdem macht.
Ich habe vor einigen Jahren (damals noch auf "normalen" Skiern) direkt nach der Losfahrt vom Skiliftausstieg einen sehr schweren Sturz gehabt, bei denen u.a. beide Skier und beide Stöcke zu Bruch gingen. Ich hatte keine Verletzungen davon getragen, da ich mich sehr gut vor der Abfahrt aufgewärmt hatte. Übrigens als EInziger von der Gruppe. (Der Rest der Gruppe war voraus gefahren und wartete nicht auf mich, ich mußte mich sogar selbst retten - soviel zum Thema "Walkie-Talkie".)
Aufwärmen sollte man Oberschenkel (hüpfen), Beckenund Hüfte (Kreisen) und die Schulterpartie (Armekeisen). Das dauert keine 2 Minuten. Wer das einmal gemacht hat und festgestellt hat, wie schnell die Wärme nach dem Sessellift wieder in die Glieder fährt, der wird es immer machen, auch wenn die Gruppe schon vorfährt.


die erste Abfahrt

Wenn es die erste Abfahrt auf einem Mono-Ski überhaupt ist, so sollte man wissen: Mono-Skifahren ist um so schwerer, je langsamer man fährt.
Der erste Hügel sollte nicht zu flach sein, denn wir brauchen mehr Druck auf dem Ski. Gleiten und gerade aus auf einem Ziehweg oder einer blauen Abfahrt zu fahren ist weitaus schwerer, als es auf einer stark abschüssigen Piste ist. Daher auch der Tipp: bei EInfahrt auf einen Ziehweg viel Schwung mitnehmen, denn den Skaterschritt können wir leider nicht mitmachen, bei uns müssen die Arme die Arbeit leisten, wenn es zu langsam wird.


Lenken und Kurvenfahrt

Der markante Unterschied beim Lenken mit dem Monoski ergibt sich zwangsläufig aus seiner Konstruktion: jeder Turn findet auf der Innenkante statt, wie beim "Karl-Schrantz-Schwung" auf dem Innenski.
Optimalen Kanteneinsatz (und der ist bei nur einer Kante wichtig) erreicht man, indem man mit dem Außenknie (kurvenbezogen) das Innenknie nach innen drückt. Dadurch wird auch die äußere Kante angehoben, was die belastete Innenkante noch stärker einsetzt.
Anfängern sei die "Ausgleichstechnik" empfohlen, wobei leichte Buckel hilfreich sind: man schluckt sie mit den Knien und schiebt bei deren Auslauf das entlastete Heck weg.
Sowie mehr Vorlage-Bereitschaft da ist, kann gejettet werden.
 
Zuletzt ergeben sich 2 Zielrichtungen: Carvingtechnik für weite Pisten (hier braucht's etwas mehr Speed!) oder Hoch-Tief-Technik für Extrempisten... und es ist wesentlich leichter als es vielleicht klingt!


Bremsen und Anhalten

Klare Sache: Pflugfahren ist mit dem Mono-Ski schlecht möglich ;-)
Gebremst wird mit einem klassischen Seitschwung. Nicht vergessen, die Stöcke einzusetzen, sonst fällt man kurz vor dem Stillstand um. (Dieser Tatsache verdanke ich übrigens den Spitzname "Dropman".)


Stürzen, aber kontrolliert

Nein, auch mit einem Mono-Ski kann man stürzen.
Nein, auch mit einem Mono-Ski kann man diesen Sturz nicht besser kontrollieren.
Aber was man mit einem Mono-Ski machen kann, das kann man mit "normalen" Skiern nicht: gleich wieder aufstehen.
 
Stürze mit einem "normalen" Ski passieren meistens deswegen, weil ein Ski wegrutscht, oder ein Ski beim "Einfädeln" in eine andere Richtung fährt. Dieses Problem haben wir mit einem Mono-Ski nicht.
Zwar kann auch uns der Ski wegrutschen, aber unsere Beine bleiben dabei immer geschlossen und parallel. Wir fallen einfach auf die Seite. Becken und Hüfte sind hier sehr gefährdet. (Deswegen empfahle ich im Bereich "Ausrüstung" auch Protektor-Shorts.)
Der Trick ist nun: Beine strecken, ggf. über den Buckel so rollen, daß der Mono-Ski talwärts ist, nicht über uns. Ski auf der Talseite des körpers in den Schnne verkanten und durch den Schwung, ggf. mit Hilfe der Stöcke aufstellen - weiterfahren.
Das klingt nicht nur einfach, das ist es auch. Tipp: auf eifacher (aber steiler) Piste üben.
 
Noch etwas möchte ich mit auf den Weg geben: schon vor dem Fahren sollte man üben, bei einem Sturz die Arme nach oben zu nehmen. Dann fällt der Körper nicht auf den Arm oder Stock und weder Stock noch Arm können gebrochen werden. Außerdem ist das die Position, wo der Arm beim o.g. Aufstehen am nützlichsten ist.
 
Helm? Auch hier verweise ich auf den Bereich "Ausrüstung" und auf die Diskussion im Forum.
 

Dieses Foto ist mal nicht gestellt. Jim hat es in K&uumlitzbühel von Dropman geschossen (Danke dafür!)
Schön zu sehen ist, wozu ein Mono-Ski doch eine Bindung brauchen kann, die auslöst: nach dem Sprung steckte mein Mono-Ski mit der Spitze im schweren Tiefschnee. DIe Wucht war so groß, daß es mich aus der Bindung hob - wohl gemerkt: aus beiden Bindungen gleichzeitig.
Eine feste Bindung hätte wohl den Mono-Ski oder meine Knochen zum brechen gebracht.

Auf den nächsten Bildern haben wir dann dokumentieren können, wie man am Hang wieder einsteigt.


Einstieg in den Ski am Berg

Das ist der Part, der schwieriger ist, als beim "normalen" Skifahren.
Folgendes Rezept hat sich bewährt:

  1. Mono-Ski hinlegen, Bindungen von Schnee befreien (vor allem die Standfläche unter dem Schuh.)
  2. unterhalb des Mono-Ski aufstellen, einen Stock oberhalb des Ski einstechen.
  3. Sole das Skischuh am vorderen Ende der Bindung abstreifen (von vorne nach hinten Treten, damit die Bremse des Ski dagegenhalten kann).
  4. zuerst den "Bergski" belasten (im Gegensatz zum Einstieg mit "normalen" Skiern). Das heißt den oberen Fuß in die Bindung setzen und einrasten.

  5. nun den "Bergski" voll belasten und sich bereit zur Abfahrt machen (Handschuhe, Mütze, Brille).
  6. dann kann die Sole vom "Talfuß" in gleicher Weise gesäubert werden.
  7. jetzt geht's los: "Talfuß" mit einem Klick einrasten! Es kann passieren, daß der Ski nun gleich los fährt - das ist o.k., denn wir haben ja bereits einen Fuß im Ski. Dann muß der Fuß ggf. während der Fahrt eingesetzt oder noch einmal an günstiger Stelle angehalten werden.

In unserem Forum haben wir übrigens auch einen Bereich "Skischule und Fahr-Tipps".
Über Beiträge, Fragen und Diskussionen zum Thema freuen wir (und Moderator Iksonom) uns immer.

Empfehlenswert hierzu sind auch einige Videos auf unserer Video-Page im Bereich Media.

Mono-Ski.org - deutschsprachige europäische Monoski Organisation und Verband.
Email: info@mono-ski.org

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