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Die kleine Mono-Skischule

Carving

(von unserem Moderator "Blackice")

 

Carving beschreibt eine Körperhaltung, unabhängig des verwendeten Materials. Die Kurve wird eingeleitet durch Schultereindrehung, also Drehen der kurvenäußeren Schulter nach innen und Kippen des gesamten Körpers ohne Hüftknick mit leicht angewinkelten Beinen. In und aus der Kurve hinaus wird Druck auf die Kante durch Strecken der Beine erzeugt, wodurch eine Tief- Hochbewegung entsteht und man zum schnellen Kantenwechsel für die nächste Kurve entlastet bzw. leicht abhebt.

Halbkreisförmige Kurven brauchen sehr viel Platz und die schnellen Richtungswechsel werden von anderen sehr unterschätzt, deshalb hierbei bitte sehr umsichtig fahren und sehr viel Abstand lassen.

Normalerweise erlangt man das Gleichgewicht durch Gewichtsverlagerung horizontal mittels Hüftknick und vertikal mittels Kniebeugen. Hüftknick sollte beim Carven vermieden werden, deshalb ist eine gute Dosierung von Geschwindigkeit und Kurvenradius gefragt; also Hangneigung und Radius des Materials bei idealerweise frisch präparierten Pisten.

Hinzu kommen Nichtverwenden der Stöcke oder des Stockeinsatzes, Fahren auf der Kante ohne zu Rutschen/Schwingen, hohe Geschwindigkeit und der dadurch resultierenden Schräglage unter der Voraussetzung der Beibehaltung der Kontrolle.

Beim Carven mit dem Monoski fängt man am besten mit Rücklage und gebeugten Beinen an, um das Gleichgewicht für eine wie auf Schienen in den Schnee gezogene Furche zu finden.

Wenn das gut funktioniert, kann man schneller und aggresiver immer mehr in Vorlage gehen, durch größere Belastung vorne wird die Kurve enger, die dazu erforderliche Geschwindigkeit höher und die Schräglage größer.

Idealerweise sollte man sich später nur noch mit in die Kurve „fallen“ lassen können durch Schultereindrehung.

 

 

Radius (beschreibt den gecarvten Kreis)

Schwach taillierte Monoskis haben einen großen Radius und brauchen viel Platz und Geschwindigkeit, um in Schräglage zu gelangen. Ich bevorzuge deshalb stärker taillierte Monos mit 8-10m Radius.

Wenn der Radius nicht angegeben ist, kann man den auch mit einer von mir hergeleiteten Formel näherungsweise selbst errechnen, man sollte aber nicht beim Abmessen die maximalen Breiten oben und unten nehmen wegen der am Ende abnehmenden Krümmung, sondern ein wenig mehr in Richtung Mitte gehen und man muß sehr exakt messen.

Dropman hat hierzu einen kleinen Carvingradius-Rechner erstellt, mit dem sich online ganz einfach der Radius des eigenen Monoski errechnen lässt.

Abstand Schuh – Piste

Bei großen Schräglagen kann es zum Bootout kommen, also ein plötzliches Wegrutschen des Skischuhs auf dem Schnee. Dies vermeidet man durch größere Standhöhe mittels Plates (Bindungsplatten) und durch einen Abstand der Plates von den Kanten. Bei großem Abstand ist zu Beachten, dass bei Sicherheitsbindungen die Skidorne/Skistopper entfallen. Außerdem ist bei großem Abstand der Monoski indirekter zu fahren, da die Kante nur über einen Hebel zu kontrollieren ist. Das Fahrgefühl ist dann etwas anders.

Stabilität mit einem umgebautem Snowboard

Ein umgebautes Snowboard ist viel zu weich und hat zu wenig Spannung, deshalb flattert es in den Kurven und ist daher nicht zu empfehlen.

Ein weiteres Problem ist die Brettdicke, die gerade in der stark belasteten Zohne der Skibindungen nicht dick genug ist, um den Belastungen des Monosifahrens zu bestehen. Es sind uns bereits viele Eigenbauten bekannt, deren Bindung aus diesem Grunde schon nach kurzer Zeit ausgerissen und irreperabel waren.

 

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Über Beiträge, Fragen und Diskussionen zum Thema freuen wir (und Moderator Iksonom) uns immer.

Empfehlenswert hierzu sind auch einige Videos auf unserer Video-Page im Bereich Bilder.




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